Ihr Hersteller für Entstaubungsanlagen aus Magdeburg
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Gewebefilter

Als Gewebefilter werden alle filternden Abscheider bezeichnet, die mit Hilfe eines Filtergewebes den Staub beziehungsweise die Partikel aus einem Gasstrom trennen. Unterschieden werden die verschiedenen Filterarten nach der Art und Form der Filterelemente. Hier unterscheidet man z. B. zwischen Schlauchfiltern, Patronenfiltern und Taschenfiltern. Die unterschiedlichen Filtermaterialien, die für die Entstaubung von Gasströmen verwendet werden, ermöglichen einen Einsatz in Entstaubungsanlagen in den unterschiedlichsten Industriezweigen. Handelsübliche Filterelemente können Temperaturen bis zu 250 Grad standhalten und somit können moderne Gewebefilter auch in der Heißgasfiltration eingesetzt werden. Bei höheren Temperaturen können z. B. Metallgewebe oder Keramikstoffe eingesetzt werden. Am häufigsten findet man in der Industrie die Ausführung als Schlauchfilter an. Das Schlauchfilter ist aufgrund seiner hohen Flexibilität für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet. Durch die Kombination aus Schlauchdurchmesser, Schlauchlänge sowie Schlauchanzahl können unterschiedlich große Volumenströme abgedeckt werden. Abhängig von den Aufstellungsbedingungen können die Filterelemente sowohl vertikal als auch horizontal angeordnet werden. Die Funktionsweise der Entstaubungsanlagen erfolgt bei allen Filterelementen nach demselben Prinzip. Das mit Partikeln beladene Gasgemisch durchdringt das Filtergewebe von außen nach innen. Beim Durchströmen bleibt der größte Teil der Partikel an der Anströmseite des Filtermediums haften und der gereinigte Gasstrom verlässt das Filtermedium. Somit baut sich auf der Außenseite des jeweiligen Filtermediums eine Staubschicht auf. Der sogenannte Filterkuchen unterstützt die filternde Funktion und erhöht somit die Abscheiderate, die bei Gewebefiltern deutlich über 99 % liegen kann. Wird die Staubschicht zu dick, behindert der Filterkuchen die Durchströmung der Filterelemente und der Differenzdruck über der Filteranlage steigt an. Um die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, werden die Filterelemente in regelmäßigen Abständen vom Filterkuchen gereinigt. Die Reinigung der Filterelemente erfolgt bei modernen Anlagen nach dem Pulse-Jet-Verfahren, d. h. über einen Druckluftstoß. Diese Art der Abreinigung wird nachfolgend noch näher erläutert. Sollte am Aufstellungsort keine Druckluftzuführung bzw. Erzeugung möglich sein, kann das Filter auch mechanisch über Rüttler oder Vibratoren abgereinigt werden.

Druckluftabreingung

Bei der sogenannten Pulse-Jet-Abreinigung werden die Filterelemente von innen nach außen mit Druckluft durchströmt. Sowohl durch die Durchströmung als auch die leichte Ausdehnung des Filtermaterials löst sich der anhaftende Staub und fällt in den Staubtrichter, der sich unter den Filterelementen im Gewebefilter befindet. Der Staub kann von dort über entsprechende Förderorgane aus dem Filter ausgetragen werden. Abreinigung der Filterelemente kann sowohl online oder, wenn das Filter in Kammerbauweise aufgebaut ist, offline im strömungsfreien Zustand durchgeführt werden. Bei besonders feinen Stäuben oder hohen Schlauchlängen ist eine offline-Abreinigung zu bevorzugen, um das sofortige Wiederanhaften der Partikel zu verhindern. Die Steuerung der Abreinigungsintervalle kann über den Differenzdruck geregelt oder über eine festeingestellte zeitliche Taktung gesteuert werden. Durch eine optimale Einstellung der Abreinigungsintervalle können die Betriebskosten des Gewebefilters erheblich beeinflusst werden. Ebenso wichtig ist die Wahl des richtigen Abreinigungsdrucks. Zu hohe Drücke können die Standzeit der Filterschläuche erheblich verringern und zu niedrige Drücke können ein schlechtes Abreinigungsergebnis erzeugen.

Einsatzgebiete

Aufgrund der hohen Abscheideraten und dem sicheren Prozessverhalten werden Gewebefilter im häufigsten Fall als Endabscheider eingesetzt. Durch die Möglichkeit der Abschaltung von einzelnen Kammern zu Wartungszwecken führen Probleme am Filter nicht direkt zur Abschaltung der gesamten Anlage. Das Filter kann in diesem Fall für den Zeitraum der Reparatur im n-1 Kammerbetrieb weiterbetrieben werden. Dies ist für viele Anlagenbetreiber ein wichtiges wirtschaftliches Kriterium, da aufgrund der Umweltschutzrichtlinien ein Ausfall der Entstaubungsanlage oder Rauchgasreinigungsanlage häufig zum Abstellen der gesamten Anlage führt. Sollte die Reparatur eine längere Zeit andauern, wird empfohlen, zur Schonung der Filterelemente den Betriebspunkt der Gesamtanlage herunterzufahren. Diese höhere Prozesssicherheit stellt einen Vorteil gegenüber Schwerkraftabscheidern wie Zyklonen oder elektrostatischen Abscheidern - wie dem Elektrofilter - dar. Weiterhin werden Gewebefilter auch bevorzugt in der Rauchgasreinigung eingesetzt. Der Filterkuchen, in dem sich auch ein hoher Bestandteil des eingesetzten Sorbensmittels (z. B. Kalkhydrat und Natriumhydrogencarbonat) befindet, dient als letzte Abscheidungsstufe für die sauren Bestandteile im Abgas von Verbrennungsanlagen.

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